Unser alter Freund Hannes haut einen kostenlosen Sampler mit seltenem Zeug in den digitalen Äther. Unser Stück »Gegen Ende« ist darauf zu finden, außerdem Musik von White Lung, PTTRNS, Die! Die! Die!, Sex Jams, U.S. Girls, Umberto, Young Hare, The Dropout Patrol, Mon Petit ChouChou, Crime, JAN und einigen anderen.
Vor geraumer Zeit hat unser Gitarrist, der liebe Pascal Schaumburg, aus gesammelten Samples ein Stück gezaubert, das sich geradezu retrofuturistisch mit einem längst vergessenen Fortbewegungsmittel auseinandersetzt. Prominente »Guestvocals« konnte er auch verpflichten. Jetzt hat er die Nummer wiederentdeckt und auf Soundcloud gestellt. Viel Vergnügen!
Immer noch ganz berauscht von einer wunderbaren Nacht in Gießen freuen wir uns, unsere nächste Tour verkünden zu können:
01.03.2013 Köln, Artheater & Trümmer — Monsters of Spex
02.03.2013 München, Atomic Café & Trümmer — Monsters of Spex
03.03.2013 Wien, Venster 99 & Robotra
04.03.2013 Wiesbaden, Kreativfabrik & Die Nerven
05.03.2013 Nürnberg, Club Stereo & Die Nerven
06.03.2013 Leipzig, Conne Island & Dikloud
07.03.2013 Berlin, Comet & Trümmer — Monsters of Spex
08.03.2013 Hamburg, Molotow & Trümmer — Monsters of Spex
09.03.2013 Münster, Gleis 22 & Sailor Club Rangoon
03.05.2013 Aachen, AZ
04.05.2013 Groningen, Vera
11.05.2013 Bielefeld, AJZ & PTTRNS, Jason+Theodor
Außerdem ist unser neues Album derweil fertig geschrieben und wird jetzt fleißig geprobt. Bald wird es dann mit dem großartigen Tobias Levin in seiner Electric Avenue aufs Band gebracht.
Man muss immer weiter durchbrechen,
die Gruppe Messer
Morgen gibt es was zu feiern, nämlich die Premiere unseres neuen Musikvideos zu »Was man sich selbst verspricht«. Noisey zeigt dann erstmals das psychedelische Feuerwerk, das unser guter Freund Manuel Gehrke in mühevoller Kleinarbeit inszeniert hat. Also, keep your eyes open!
Ohne sich in das enge Korsett des Begriffs 'Hamburger Schule' zu zwängen, schafft der Regisseur Oliver Schwabe, der neben seinen Kinoproduktionen schon immer ein besonderes Faible für Musik und ihre Kontexte hatte, ein Panorama der Hamburger Musikgeschichte, vom Starclub und den Beatles über frühe Hip Hop-Kultur, die Goldies und Co. bis hin zu gegenwärtigen Bands wie die 1000 Robota. Durch Schwabes collagenhaften Stil und die interessanten Protagonisten des Films, die alle ihre subjektive Wahrnehmung zum Teil ganz persönlicher Hamburger Musikgeschichten erzählen, zeigt sich HH Calling diskursreich und mehr als informativ, versetzt sich emphatisch in die Geschichte einer Stadt, ohne diese als begrenzte Region vorzustellen, sondern vielmehr als einen kulturellen, geöffneten Raum mit viel Durchlauf zu interpretieren.
Nach dem Film bleibt der Regisseur noch für ein offenes Gespräch zu HH Calling, anschließend tanzt er vielleicht auch noch ein wenig, wenn wir bevorzugt jene Lieblingsplatten spielen, die in den Kontext des Films passen.
Der Eintritt ist frei.
***Mehr zum Film:
HAMBURG CALLING MUSIK AUS EINER HAFENSTADT Deutschland 2010, 90 Min Regie: Oliver Schwabe Kamera: Henna Peschel Schnitt: Bettina Bosse Redaktion: Karen Matthiesen
HAMBURG CALLING zeigt Ausschnitte aus Berichten, Filmen und Reportagen, die den Hamburger-Sound und seine Akteure dokumentieren, gefunden in den Archiven des NDR Fernsehens. 50 Jahre Stadtgeschichte werden sichtbar. Zusammen mit der in Hamburg entstandenen Musik und zahlreichen Interviews entsteht ein musikalisches Portrait, das in einem Mix aus Bild und Musik den Geist der Stadt feiert. Mit Frank Z. (Abwärts), Tobias Levin (Cpt. Kirk), Schorsch Kamerun (Die Goldenen Zitronen), Bernadette LaHengst (Die Braut haut ins Auge), Jan Müller (Tocotronic), Dendemann, Kristof Schreuf, Bernd Begemann, 1000 Robota, Horst Fascher, Frank Spilker (Die Sterne) u.a.
Wie unsere Abwesenheit bei den TCM-Labelkonzerten
schon angedeutet hat, bin ich gesundheitlich recht angeschlagen. Ich bin
zwar auf dem Weg der Besserung, befinde mich aber noch immer im
Krankenhaus und kuriere mich aus. Das ist schon ein merkwürdiges Gefühl,
wenn man sonst höchstens mal gegen eine kleine Erkältung zu kämpfen
hat. Ich musste auch operiert werden, was nun eine längere Schonzeit
einfordert – so haben die Ärzte nur bestimmend ihre Köpfe geschüttelt,
als ich fragte, ob ich im November wieder auf die Bühne dürfte. Das
bedeutet also leider, dass wir die im 11. Monat anstehenden Konzerte
ebenfalls absagen müssen. Ich bedaure dies zutiefst und bitte um
Verständnis. Für das kommende frühe Jahr sind jedoch schon einige sehr
schöne Konzerte in Planung. Dazu bald mehr ...
Unseren Sänger Hendrik hat es ziemlich erwischt, inklusive Krankenhausaufenthalt und OP, aber er ist auf dem Weg der Besserung. An Singen und Auftreten ist jedoch leider noch nicht zu denken, daher werden wir bei den TCM-Showcases am Freitag und Samstag in Hamburg und Berlin nicht teilnehmen können. Das tut uns sehr Leid, lässt sich aber nicht ändern. Dort spielen aber noch viele weitere tolle Bands, der Besuch lohnt sich also bestimmt auch ohne Messer. "Ersatz" für die Konzerte wird es sicher bald geben, außerdem schleifen wir zur Zeit parallel an einigem Output für die Zukunft!
Instrumente vor Schimmelwand. Münster im Juli 2012
»Songs can go a million different ways.« Das sagt Lee Ranaldo und es stimmt. Als Weini uns fragt, ob wir ein Stück für seine 12“-Compilation beisteuern wollen, haben wir eigentlich vor, einen Song vom Album mit elektronischen Mitteln zu reinterpretieren, weil doch all die neuen Songs, an denen wir gerade schreiben, schon für die nächste Platte bestimmt sind. Ohnehin wollten wir so was von Anfang an ausprobieren: Auch mal was ohne den uns vertrauten Instrumenten machen. Und sowieso immer: Unvermögen zulassen. Lee meint ja auch: »The thing is, for me it's the process that's the most fantastic part.« Darum geht’s.
Erst vor kurzem erstand Pogo einen Bass-Synthesizer und so ist uns die Idee, das unbekannte Terrain zu erkunden, gerade wieder ins Gedächtnis gerufen. Außerdem fällt Pogo ein, noch irgendwo dieses Vierspurgerät der Marke TASCAM herumliegen zu haben. Das schien uns nur fair: Für jeden eine Spur. Das Ding wird also entstaubt. Ich füttere meinen Roland-Sampler mit den klassischen 808-Sounds und programmiere ein paar Beats – noch im Glauben, das Grundgerüst für »Was man sich selbst verspricht« zu errichten. Wenig später aber entdeckt Pogo ein Faible für den analogen, knarzigen Sound seiner Novation Bass Station und kippt das Vorhaben im zweiten Take. Wir sind begeistert! Pascals Synthie fügt Atmosphäre und Abwechslung hinzu. Wie immer schüttelt er seinen Anteil scheinbar mühelos aus dem Ärmel. Dann Planänderung: Hendrik erhält von ganz oben die Erlaubnis, seinen Gesang digital aufzunehmen. Ein erster Take wird kontrovers diskutiert und findet keine Mehrheit. Der Zweite: Hendrik intoniert einen Dialog und hinterlegt ihn mit einem geisterhaften Backgroundgesang, der sich vorm Pop nicht scheut. Nehmen wir. Der Säbelzahntiger soll's jetzt wieder mischen, aber wir kriegen die Instrumentalspuren einfach nicht einzeln vom Gerät. Er muss also mit unserem Mix vorlieb nehmen. Wir sind erstaunt, dass er dennoch so viel mehr Druck herausholen kann. Aber er ist ja nicht umsonst B5-Mitglied. »Authentisch 80er«, meint am Ende irgendwer. Und da ist sie wieder, diese Frage: wie »authentisch« und/oder wie »retro« man denn eigentlich sein möchte. Wir lassen die Frage im Raum stehen – das Feeling ist gut.
Der von uns hoch geschätzte Max Rieger, unter anderem aktiv in der Gruppe Die Nerven, die jetzt auch zu unseren »Labelmates« zählt, erklärt sich bereit, ein Video zusammenzuschneiden, das seinem Verfahren nach wohl nicht zufällig jenem von The29Nov Films ähnelt (oder doch?). Die Bilder entstammen dem Exploitationfilm»Sex Madness« von 1938, laut Wikipedia auch bekannt unter dem noch schöneren Titel »Human Wreckage, They Must Be Told«, und bilden einen erstaunlich passenden Widerpart zum Song, ohne aber das Gesungene redundant zu illustrieren. Danke, Max!
Am vergangenen Freitag hatten Pogo und Philipp die Ehre, als Teil von Damo Suzuki's Network ein improvisiertes Konzert zu spielen. Hendrik hatte währenddessen genug Zeit, ein Handyvideo zu machen:
Eine kurze Meldung von der Gruppe Messer: Wir haben die Ehre, diesen Freitag auf dem Incubate-Festival in Tilburg (Holland) zu spielen. Die anderen Bands aufzuzählen wäre mehr als müßig, dort treten nämlich gut 250 Künstler auf; die meisten davon können wir uns selber gar nicht anschauen. Einen werden wir uns aber definitiv ansehen, nämlich Damo Suzuki. Pascal und Hendrik werden sein Gesicht sehen, Pogo und Philipp wohl die meiste Zeit nur den Rücken! Die beiden stehen nämlich um 20 Uhr morgen mit ihm auf der Bühne und sind neben einigen anderen Musikern – so zum Beispiel drei Mitgliedern von Mogwai – Teil eines improvisierten Sets! Hier mehr dazu: KLICK!
Gemeinsam als Messer spielen wir dann gegen Mitternacht, genau genommen hier: KLICK!
Wir würden uns natürlich sehr freuen, dort bekannte (und auch unbekannte) Gesichter zu entdecken, also kommt gerne vorbei!
Am Samstag geht es dann weiter, nach Bremen, mit unseren Hamburger Freunden von Das Ende!